Seit 2023 verknüpfen wir besondere Orte der Demokratie- und Stadtgeschichte Offenburgs mit dem Interesse Geflüchteter und Zugewanderter, ihre neue Umgebung besser kennenzulernen. Im Rahmen unseres Demokratieprojekts schaffen wir Begegnungsräume, in denen Erinnerungskultur, Orientierung und Bildung miteinander verbunden werden.
Lernen an Orten der Erinnerung
Junge Guides begleiten die Teilnehmenden zu Stolpersteinen im Stadtgebiet und erzählen die Lebensgeschichten der Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet, und deportiert wurden. Ergänzend dazu unterstützen Stadt- und Museumsführungen Geflüchtete dabei, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden und einen Zugang zur Geschichte Offenburgs zu gewinnen.
Das Angebot umfasst zwei Termine:
Einführung in die Geschichte des Nationalsozialismus in Deutschland
Führung zu den Stolpersteinen in Offenburg
Ein Gemeinschaftsprojekt für Teilhabe und Erinnerung
Das Angebot wird gemeinsam mit dem Integrationsbüro der Stadt Offenburg, dem Bündnis Aufstehen gegen Rassismus (AgR), dem Sozialdienst des Migrationsamts sowie weiteren städtischen Partnern aus Gemeinwesen- und Jugendarbeit umgesetzt.
Auf Basis dieser Zusammenarbeit ist ein pädagogisches Konzept entstanden, das interaktive Stadtführungen, Museumsbesuche und Workshops verbindet und einen niedrigschwelligen Zugang zu demokratischer Bildung ermöglicht.
Preisgekröntes Engagement
Für dieses innovative Bildungsprojekt wurden wir mit dem 1. Platz in der Kategorie „Kommune für alle“ beim Staatsanzeiger Award 2024 ausgezeichnet.
Das Projekt zeigt: Integration bedeutet nicht nur Spracherwerb oder Zugang zum Arbeitsmarkt – sie lebt auch von Bildung, Erinnerung und aktiver Teilhabe am kulturellen Gedächtnis der Gesellschaft. Wir freuen uns, Teil dieses wertvollen Gemeinschaftsprojekts zu sein.