Migration & interkultureller Dialog

 

Flüchtlingsarbeit im Evangelischen Kirchenbezirk Ortenau

Die Kirchenbezirksbeauftragte für Flucht und Migration unterstützt Haupt- und Ehrenamtliche durch Bildungsangebote, koordiniert die Flüchtlingsarbeit im Kirchenbezirk, fördert den interkulturellen und interreligiösen Dialog und betreibt Netzwerkarbeit. Bei öffentlichen Bildungsveranstaltungen informiert sie über die aktuelle Situation von Geflüchteten.
Zudem organisiert sie in unserem Kirchenbezirk Erstorientierungskurse (EOKs) für Geflüchtete. Diese Kurse vermitteln grundlegende Deutschkenntnisse und praktische Informationen zum Leben in Deutschland.
Ihre Stelle ist bei der Evangelischen Erwachsenenbildung Ortenau angesiedelt.
 
In der Ortenau übernahm Gabriella Balassa diese Aufgaben im September 2020. Sie arbeitet außerdem in der kirchlich-diakonischen Fachberatung des Diakonischen Werkes Ortenau, wo sie einzelne Geflüchtete und die begleitenden Ehrenamtlichen berät. Der Ausschuss für Flüchtlingsangelegenheiten (AFFA) des Bezirkskirchenrats begleitet die Arbeit der Kirchenbezirksbeauftragten Arbeit beratend.
Die Evangelische Landeskirche in Baden hat 2015 ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Asylsuchenden und Flüchtlingen beschlossen, um Schutz, Aufnahme und Integration zu fördern. Im Rahmen dieser Initiative wurden Stellen für Bezirksbeauftragte für Flucht und Migration eingerichtet.
Zur Umsetzung des Maßnahmenpakets wurden Mittel der Landeskirche genutzt, die über einen Ausschuss für Flüchtlingsarbeit vergeben wurden. Seit dem 13.07.2021 sind keine Anträge auf finanzielle Förderung mehr möglich, jedoch besteht der Ausschuss weiterhin als Begleitausschuss für die Flüchtlingsarbeit im Kirchenbezirk.
 

Aktuelles & Termine

  
 

Rückblick

Seit 2016 wurden im Arbeitsfeld "Flucht & Migration" viele Veranstaltungen und Projekte initiiert. Hier finden Sie einen kleine Auswahl davon.
 
 

Café International

Das Café International ist gedacht als Treffpunkt für Geflüchtete, Migranten und Einheimische mit unterschiedlichen Muttersprachen zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Gespräch und Üben der deutschen Sprache, zum Feiern und zum Austausch.
Als Rahmenprogramm gibt es Musik, Informationen, Basteln und vieles mehr – bei Kaffee, Tee, Kuchen und Gebäck.
 

Offenburg

 
 
Gemeindezentrum der Evang. Stadtkirchengemeinde
Poststraße 16, Offenburg
 
Sprachcafé: "Deutsche Sprache leicht gemacht... Wir sprechen miteinander Deutsch"
Giles Stacey, Tel.: 0781/9222-17
 

Lahr

Jeden Freitag in der Zeit von 15.30 bis 18 Uhr 
 
Blockhaus des Interkulturellen Gartens in Lahr-Mietersheim, Römerstraße 1 – im Kleingartenpark der Landesgartenschau 2018.
 
Treffpunkt zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Gespräch, zum Feiern und zum Austausch.
Als Rahmenprogramm gibt es Musik, Informationen, Basteln und vieles mehr – bei Kaffee, Tee, Kuchen und Gebäck.
 
 

Kehl

1x im Monat
 
Diakonisches Werk (Marktstr. 3, 2. Obergeschoss)
 
Bei einer Tasse fair gehandeltem Kaffee und leckerem Gebäck entstehen neue Kontakte, Freundschaften und ein offener Austausch über Kulturen und Lebensgeschichten. Basteln, Spielen oder entspanntes Zusammensitzen – hier stehen Begegnung, gegenseitiges Verständnis und Spaß im Mittelpunkt.
 
Betrieben von der Kehler Flüchtlingshilfe
 

Erstorientierung und Bildungskurse

Wie bediene ich einen Ticketautomaten bei der Bahn?
Wie mache ich einen Termin bei der Ärztin aus oder eröffne ich ein Bankkonto?
Was muss eine junge Frau aus Afghanistan alles lernen, wenn sie mit ihrer Familie zusammen nach Deutschland kommt?
 
Sicher, zuerst die Sprache, ohne die geht nichts. Aber auch: die Sitten und Gebräuche, damit das Gruseln über Fastnachtsmasken sich nicht mit früheren Schrecken verbindet.
 
Solcherlei praktische und grundsätzliche Fragen behandeln wir in den „Erstorientierungskursen“, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert. Hier erlernen Schutzsuchende und Zugewanderte Deutschkenntnisse für den Alltag und erhalten praxisbezogenes Wissen über das (Zusammen-)Leben in Deutschland. Unsere Lehrkräfte haben auch oft Migrationshintergrund oder auch Flucht erlebt. Aus persönlicher Erfahrung können sie Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern die Kompetenzen vermitteln, die sie nach der Ankunft in Deutschland dringend brauchen.
 
Bei den Erstorientierungskursen kommt es nicht darauf an, ob jeder Artikel richtig gesetzt wurde oder nicht. Vorrangiges Ziel ist es, die Teilnehmenden in ihren Lebenssituationen mit alltags- bzw. lebensweltbezogenen Themen zu unterstützen, damit sie sich im neuen Lebensumfeld orientieren und in Alltagssituationen auf Deutsch verständigen können. Anhand alltagspraktischer Module (z.B. Wohnen, Einkaufen, Gesundheit, Verkehr) erhalten die Teilnehmenden einen praxisorientierten Überblick über das Leben in Deutschland.
Ein besonderer Fokus dieser Kurse liegt darüber hinaus auf der Auseinandersetzung mit kulturellen Gepflogenheiten und politischen Werten, die für das Zusammenleben in Deutschland eine tragende Rolle spielen. Wir begleiten unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ihrem Weg zur Integration und unterstützen sie auch mit weiteren Angeboten.
 
Was die berufliche Integration betrifft, beraten wir in der Evangelischen Erwachsenenbildung im Rahmen der Weiterbildungsberatung des Landes Baden-Württemberg in allerlei Fragestellungen zum Thema Bildung. Vom Übersetzen und Anerkennen-Lassen der mitgebrachten Zeugnisse über das Nachholen eines Schulabschlusses und die Entscheidung für eine Ausbildung oder gar ein Studium – wir erklären, ermutigen, begleiten und freuen uns gemeinsam, wenn eine der vielen Hürden genommen ist.
 
Mit unseren Bildungsangeboten fördern wir eine Sichtweise, die nicht das Trennende in den Blick nimmt, sondern das, was uns verbindet. Wir hoffen, wir können in diesem Geist des gegenseitigen Respekts auch weiterhin voneinander lernen und gemeinsam Probleme überwinden – und einen Beitrag dazu leisten, dass alle Menschen, die hier leben, sich gewürdigt wissen und sich entfalten können.
Ein Beitrag von Gabriella Balassa
  

All that we share

Ein soziales Experiment
Was passiert, wenn wir aufhören Menschen in Schubladen zu stecken...
  
Kirchenbezirksbeauftragte für Flucht und Migration