Innovative Projekte

in der Ortenau

Sonne strahlt hinter den Wolken hervor bei blauem Himmel
 
In einer Kirche der Zukunft muss man auch bei der Gemeindearbeit und darüber hinaus innovative und neue Wege gehen.
 
Wir möchten hier in unregelmäßigen Abständen Projekte und Aktionen aus der Ortenau vorstellen,
die Freude machen, Zuversicht vermitteln und uns hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lassen.
 
Zudem möchten wir Ihnen den Innovations-Ausschuss vorstellen, der Sie beim Möglichmachen Ihrer Ideen finanziell und beratend unterstützt.
 

Innovations-Ausschuss

des Ortenau-Kirchenrates
 
 
"Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden." Hermann Hesse
 
In Zeiten des Umbruchs und der Suche nach neuen Möglichkeiten, unsere Kirche zu gestalten, denken wir das Unmögliche.
 
Der Ortenau-Kirchenrat unterstützt mit seinem Innovations-Ausschuss beim Möglichmachen.
Beantragen Sie Innovationsmittel oder lassen Sie sich beraten.
 
 
  • Sie haben eine kreative und nachhaltige Idee, um einen neuen Wind in das Gemeindeleben zu bringen?

  • Etwas Neues und Innovatives, um Menschen mit der Botschaft Jesu Christi zu erreichen?

  • Sie denken über den eigenen Kirchturm hinaus und haben auch den Kooperationsraum im Blick?
Perfekt!
 
 
Anschaffungen, Projekte oder Veranstaltungen, ganz egal. 

Hauptsache - innovativ! 

 
 
Haben Sie keine Scheu, auch verrückte Ideen einzureichen. 
Falls Sie unsicher sind, wie man aus einer Idee ein Projekt entstehen lässt, dann schicken Sie uns eine kurze Nachricht
über das Kontaktformular.
 
Wir unterstützen, beraten und begleiten Sie gerne bei der Entwicklung Ihrer kreativen Innovationen.
 
Sie haben Ihre Idee bereits ausformuliert? Dann reichen Sie Ihren Antrag auf Innovationsmittel auch gerne per Kontaktformular ein.
 

1. Das Projekt ist überörtlich und hat den Kooperationsraum im Blick.

2. In der Regel werden Projekte und Veranstaltungen gefördert, welche die Chance haben, verstetigt zu werden.

3. Im Antrag werden nachvollziehbare Ziele formuliert.

4. Der Innovationsausschuss befürwortet die Einbeziehung von außerkirchlichen Gruppierungen, um in den Sozialraum hineinzuwirken.

5. Ein Antrag kann auch die Übernahme von Personalkosten beinhalten. Die Gewährung der Mittel ist zeitlich befristet und beinhaltet die Option, dass eine geförderte Stelle verstetigt und nach Ablauf der Befristung aus alternativen Mittel finanziert wird.

6. Es werden keine Anträge genehmigt, die finanzielle Mittel für Aufgaben im laufenden Haushalt einer Kirchengemeinde beinhalten.

7. Im Antrag wird eine Ansprechperson benannt. Diese muss nicht hauptamtlich sein.

8. Nach Abschluss des Projekts erfolgt eine Evaluation.

9. Ein Eigenanteil von 15% der beantragten Gesamtsumme eines Projektes wird erwartet.
 

Wir sind für Sie da

  
Ortenaukirchenrat / Innovationsausschuss
Ortenaukirchenrat / Innovationsausschuss
Dekan Ortenau-Süd / Innovationsausschuss
 

Taufschatzkästchen

Sand / Eckartsweier
Getauft zu sein ist wichtig. Getauft zu sein heißt, mit Gott unterwegs sein zu wollen.
Jährlich bekommt jedes Kind in den Kirchengemeinden Sand und Eckartsweier eine Tauferinnerung in den Briefkasten, mit einem kleinen Geschenk und einem Schreiben, in dem zur Taufe gratuliert wird.
Alle zwei Jahre wird im Sommer zum Tauferinnerungsgottesdienst in die Kirchen eingeladen. Damit die eigene Taufe und die von anderen in Erinnerung bleibt.
Dazu sind Taufschatzkästchen unterwegs, die an das Datum der Taufe erinnern und zum Gottesdienst einladen. Alle Kinder erhalten eine separate Einladung, dessen Inhalt im Gottesdienst gebraucht wird. 2025 waren dies z.B. "Muggelsteine".
 
2025 wurden die Kirchengemeinden Sand und Eckartsweier mit dem Titel "Kinderfreundliche Gemeinde" und einem Preisgeld von 1.000 € von den KiKidz ausgezeichnet. Ausschlaggebend war das Projekt der Tauferinnerung sowie das weitere Engagement der Gemeinden für Familien und Kinder: "Es ist sehr beeindruckend, wieviel Liebe und Kreativität ihr in die Tauferinnerung steckt und wie viele Aktionen ihr für Kinder und ihre Familien anbietet. [...]  Euer langjähriges und intensives Kontakt-Aufnehmen mit Tauferinnerungsgeschenken finden wir super! Kinder werden bei euch ernstgenommen und erhalten auch immer wieder die Möglichkeit, mitzubekommen, was in der Kirche alles Tolles angeboten wird."
 

Friedensknopfgebet

Eckartsweier
 
Das Friedensknopfgebet wird in Eckartsweier seit Februar 2022 jeden Monat gebetet – immer am 24. des Monats, weil an diesem Tag der Krieg gegen die Ukraine begann. Mittlerweile beten die Menschen aus Eckartsweier und Umgebung nicht mehr nur für Frieden in der Ukraine, sondern in der ganzen Welt. „Das Friedensknopfgebet besteht aus vier Teilen, entsprechend der vier Knopflöcher“, erläutert Britta Gerstenlauer, Pfarrerin von Eckartsweier und Sand, die Grundidee des Friedensknopfgebets. 
 
„Die Knöpfe werden vor dem Gebet ausgeteilt. Man kann sie anfassen, während man betet; danach steckt man sie in die Hosentasche und wenn man sie das nächste Mal berührt, wird man an das Friedensgebet erinnert.“ Die Konfirmandinnen und Konfirmanden haben die Idee des Friedensknopfgebets aufgegriffen und mit in ihre Schulen getragen, damit das Gebet weitere Kreise ziehen kann.
 
2023 wurde das Projekt mit dem Sonderpreis der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes (Karl Bernhard Ritter Stiftung) ausgezeichnet. In ihrer Laudatio hob Prälatin Heide Reinhard (Kirchenkreis Nordbaden) hervor, wie fasziniert sie vom Mut der Jugendlichen war: „Denn ihr habt es an euren jeweiligen Schulen mit euren Klassen gebetet, zum Teil zu zweit, zum Teil aber auch ganz alleine, in irgendeinem Unterricht. Das ist mutig, weil Euer Glaube auch im Alltag sichtbar wurde, und das ist in der Schule gar nicht so einfach.“
 

Straßengottesdienst

Sand / Eckartsweier
Unter dem Motto „Kirche zeigt sich“ der Evangelischen Bartholomäusgemeinde in Sand und Eckartsweier (Willstädt) ist 2020, in der Corona-Zeit, das Projekt "Straßengottesdienst" entstanden. 
 
Manchmal montags, manchmal sonntags hält Pfarrerin Britta Gerstenlauer einmal im Monat kurze Gottesdienste an verschiedenen Plätzen und Straßeneinmündungen in ihrer Gemeinde. An jedem Standort ist die Pfarrerin 15 Minuten. Bis zu sechs Gottesdienste hintereinander schafft sie an einem Tag, an einzelnen Standorten wird auch Abendmahl gefeiert. 900 solcher Straßengottesdienste gab es bereits - Gottesdienste in Miniaturformat mit ganz eigener Liturgie.
Nach der Begrüßung werden ein bis zwei Strophen gemeinsam gesungen, es folgen ein Gebet oder ein Psalm, eine Lesung, die Kurzpredigt, Fürbitten und das Vaterunser, an den passenden Stellen von Gesang unterbrochen, Abkündigungen, ein Segenslied und der Schlusssegen. Und zu guter Letzt hat die Pfarrerin ein zum Thema passendes „Mitgebsel“ für alle Teilnehmenden im Gepäck.
„Wenn die Menschen nicht in die Kirche kommen, kommt die Kirche halt zu ihnen“, begründet Britta Gerstenlauer ihren Einsatz.
 
2023 wurde das Projekt mit dem 1. Preis der „Bergmoser + Höller Stiftung - Zum Glauben ermutigen“ ausgezeichnet. Als „mutiges, kreatives und modernes Glaubenszeugnis an der Basis der Gesellschaft“ bezeichnete die Stiftung das Format.