11 Gemeinden fusionieren – Abschied von Pfarrerin Britta Gerstenlauer
Die neue evangelische Kirchengemeinde, die zum 1. Januar 2027 aus der Fusion der 11 Ortsgemeinden im Hanauerland hervorgehen wird, hat nun einen Namen: Evangelische Kirchengemeinde im Hanauerland
Alle Kirchengemeinderäte der Orte Auenheim, Bodersweier, Eckartsweier, Goldscheuer-Hohnhurst, Hesselhurst, Kork, Legelshurst, Leutesheim, Neumühl, Sand und Willstätt stimmten dafür.
Die Steuerungsgruppe für die Fusion im Hanauerland. Bild: Jürgen Ferber
Treffen der Steuerungsgruppe
Die Steuerungsgruppe, bestehend aus den Pfarrerinnen und Pfarrern sowie den Mitgliedern aller Kirchengemeinderäte, bereitet die Fusion intensiv vor. Die Gruppe trifft sich alle sechs Wochen, um die Fusion zu organisieren. Ab 2027 bilden alle Mitglieder einen gemeinsamen Kirchengemeinderat. Zusätzlich werden Ortsteams lokal Verantwortung übernehmen, zum Beispiel für die Gottesdienste. „Wir freuen uns, dass unsere Kirchengemeinde jetzt einen Namen hat. So können wir einige weitere rechtliche Vorbereitungen für die Fusion treffen. Aber der gemeinsame Name macht auch Freude, weil er uns verbindet“, erklären Jürgen Hammel, der Vorsitzende der Steuerungsgruppe und sein Stellvertreter, Pfarrer Christian Meyer.
Abschied von Pfarrerin Britta Gerstenlauer
Mit der Neuordnung verbindet sich auch ein Einschnitt: Pfarrerin Britta Gerstenlauer verlässt ihre Wirkungsorte Eckartsweier und Sand. Über viele Jahre hat sie das kirchliche Leben dort entscheidend geprägt.
„Wir, und auch ich persönlich, sind Britta Gerstenlauer sehr dankbar für ihr unermüdliches segensreiches Wirken in Eckartsweier und Sand über so viele Jahre. Ihre innovativen Projekte wie die Straßengottesdienste haben zu Recht Preise gewonnen. Sie hat ihren Dienst immer nah bei den Menschen getan und war besonders für Bedürftige und Schwache da. Wir wünschen ihr für ihre anstehenden neuen Aufgaben alles Gute und Gottes Segen.“, sagt Dekan Oliver Wehrstein. Das Pfarrhaus in Sand soll erhalten und nach ihrem Auszug zeitnah saniert werden.
Starkes Team ohne Vakanzen
Gleichzeitig stellt sich die kirchliche Arbeit neu auf: Ab Herbst wird ein Team aus fünf Pfarrerinnen und Pfarrern sowie dem neuen Diakon Milo Grammer für rund 11.000 Menschen da sein. Sie übernehmen Verantwortung für einzelne Orte und zugleich für die gesamte Gemeinde. „Alle Pfarrerinnen und Diakone übernehmen Verantwortung für einzelne Orte, sind aber auch für die Evangelische Kirchengemeinde im Hanauerland als Ganze da. Vakanzen in einzelnen Orten wird es so nicht mehr geben“, erklärt Dekan Oliver Wehrstein die neue Organisation.
Ab September kümmert sich Tobias Eckerter neben Auenheim auch um die Menschen in Eckartsweier. Der neue Diakon, Milo Grammer, hat einem Schwerpunkt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Er wird aber auch erster Ansprechpartner für Goldscheuer-Hohnhurst sein. Pfarrer Andreas Eisenmann ist für die Menschen in Legelshurst und Sand da. Christian Meyer ist weiter erster Ansprechpartner für Hesselhurst und Willstätt, übernimmt aber auch die geschäftsführenden Aufgaben in Eckartsweier, Goldscheuer-Hohnhurst und Sand. Jörg Allgeier und Sibylle Krause kümmern sich weiter um Bodersweier und Leutesheim sowie Neumühl und Kork. Unterstützt wird das Team durch Ruhestandspfarrerinnen und -pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten. Perspektivisch sind eine weitere Pfarrstelle und eine halbe Diakonenstelle geplant.
Gemeinsam Zukunft gestalten
Noch vor den Sommerferien sind Gespräche mit Engagierten vor Ort geplant, um das Gemeindeleben künftig gemeinsam zu gestalten. „Noch vor den Sommerferien werden die Verantwortlichen mit den engagierten Menschen vor Ort in Eckartsweier, Goldscheuer-Hohnhurst und Sand sprechen, was sie vor Ort wollen, was ihnen wichtig ist und wie sie sich einbringen können, um das Leben und die Gottesdienste in den Gemeinden gemeinsam zu organisieren. Ich bin dem Team der Pfarrerinnen und Pfarrer, unserem neuen Diakon, Milo Grammer, dem Vorsitzenden unserer Steuerungsgruppe, Jürgen Hammel, aber auch allen anderen ehrenamtlich Engagierten sehr dankbar für die große Flexibilität und Hilfsbereitschaft. Wir wachsen immer mehr zusammen und sind gemeinsam für die Menschen da“, erklärt Dekan Wehrstein.
Zusammenarbeit bleibt bestehen
Die Evangelische Kirchengemeinde Kehl Stadt beteiligt sich vorerst nicht an der Fusion, bleibt aber ein enger Partner. Die Zusammenarbeit wird fortgeführt. Beide Kirchengemeinden, Kehl Stadt und Hanauerland, aber auch ihre Seelsorgerinnen und Seelsorger, arbeiten dennoch in vielen Bereichen zusammen und stimmen sich auch weiter untereinander ab.