Die Initiative „FamilyLight“ des Evangelischen Kirchenbezirks Ortenau ist stetig am Wachsen. Erst im vergangenen November kamen zwei der sogenannten „Glühwürmchen“-Gruppen für junge Familien in Neumühl und Kork hinzu. Für Kork steht nun fest: Das dortige Format, das nun im neuen Anselm 4.0 stattfindet, kann langfristig finanziert werden. Möglich ist das durch die Bürgerstiftung Kehl (BSK) – genauer: durch den verstorbenen Helmut Schneider.
Freuen sich über die langfristige Finanzierung von „Family Light“ in Kork, von links: Pfarrer Christian Meyer (Evang. Kirchengemeinde Willstätt / Fundraising), Pfarrerin Sybille Krause (Evang. Kirchengemeinde Kork), BSK-Vorsitzende Barbara Tonnelier, Diakonin Ulrike Grössel (Evang. Kirchengemeinde Kehl) und Familienbegleiterin Lidia Funk.
Korker durch und durch, setzte er sich nicht nur zu Lebzeiten aktiv für sein Dorf ein, sondern sorgte auch dafür, dass die evangelische Kirchengemeinde vor Ort auch nach seinem Ableben gefördert wird. So äußerte Schneider in seinem Testament den Wunsch, einen Teil seines Erbes der BSK zu vermachen – zweckgebunden für ein Projekt der evangelischen Kirchengemeinde.
Mehrere Tausend Euro Das Projekt, das davon profitiert, ist „FamilyLight“ – ein Format, das junge Familien nach der Geburt eines Kindes unter anderem durch Krabbelgruppen, die „Glühwürmchen“-Gruppen, begleitet. „Und das finde ich sehr gut, weil ich den Bedarf einfach sehe“, freut sich BSK-Vorsitzende Barbara Tonnelier. Mit rund 4.300 Euro pro Jahr kann das Format, das in bestimmten Fällen auch an die Frühen Hilfen und weitere Beratungsstellen vermittelt, nun langfristig in Kork finanziert werden. Sybille Krause, die evangelische Gemeindepfarrerin in Kork, kannte Schneider persönlich: „Er hat wörtlich das Zeitliche gesegnet.“ Denn die finanzielle Sicherung des Projekts komme nun den Jüngsten zugute – ein „Segen“, der über seine Lebzeit andauert. Auch der Willstätter Pfarrer Christian Meyer schätzt diese Förderung sehr. „Das brauchen wir mehr“, betont er. Denn die langfristige Finanzierung sei es letztlich, die solche Projekte zur Prävention erst möglich mache. Deshalb wünscht er sich, dass es in Zukunft auch in weiteren Ortschaften, wo das Projekt läuft, eine mittel- bis langfristige finanzielle Sicherung gibt. „Als Kirche gehen wir in Vorleistung“, sagt er. Doch nur durch Spenden und Förderungen, die zu den Rücklagen hinzukommen, könne der Finanzierungs-Akku sich „immer wieder neu aufladen“. Durch die notwendigen Einsparungen, die auch die Kirche vornehmen muss, werden Stiftungen für solche Projekte daher immer wichtiger.
Weitere Gruppen starten Für Barbara Tonnelier fließt das Geld in ein wichtiges Projekt. „Ich sehe es als absolute Notwendigkeit, den Eltern früh zur Seite zu stehen.“ Auch in Auenheim, Leutesheim und Sand wird dies demnächst möglich sein – hier hat „FamilyLight“ erst kürzlich begonnen. Die ersten „Glühwürmchen“ treffen sich seit Mai.