Für einen besonderen Moment braucht es nicht viel – nur zwei Menschen und ein Ja. Zehn Paare ließen sich in Offenburg segnen, sechs trauten sich – ganz unkompliziert und voller Gefühl.
Manchmal braucht es gar nicht viel, um einen ganz besonderen Moment zu erleben. Ein paar Blumen, liebevolle Worte – und zwei Menschen, die Ja zueinander sagen.
Genau das war beim Format „Einfach heiraten“ im Evangelischen Kirchenbezirk Ortenau am wohl beliebtesten Datum 26.06.2026 zu spüren. In Offenburg ließen sich zehn Paare segnen, sechs von ihnen gaben sich ihr Jawort – unkompliziert, ehrlich und getragen von einer Atmosphäre, die berührt hat. Ohne großen eigenen Aufwand, aber mit umso mehr Gefühl.
Unter einem liebevoll gestalteten Traubogen wurden die Paare empfangen. Viele hatten sich ganz bewusst für eine schlichte Trauung entschieden – und genau darin etwas sehr Kostbares entdeckt: Zeit füreinander. Raum für das, was wirklich zählt. Worte, die persönlich sind. Ein Segen, der bleibt.
Vor Ort entstand Schritt für Schritt eine ganz individuelle Zeremonie: Mit einem Glücksrad wurde ein Segensspruch gefunden, passende Musik ausgewählt und Raum gegeben für die eigene Kennenlerngeschichte und persönliche Wünsche. So wurde jede Segnung und jede Trauung einzigartig.
Pfarrer Christian Kühlewein-Roloff und Pfarrerin Liane Wrobel begleiteten die Paare mit viel Einfühlungsvermögen durch die Zeremonien. Es wurde gelacht, vielleicht auch die eine oder andere Träne weggewischt – und immer wieder war spürbar: Hier geht es um echte Verbundenheit.
„Ich bin freudig überrascht, wie viele Paare ganz spontan gekommen sind – und wie unterschiedlich sie waren: jung und alt, festlich gekleidet und sichtbar nervös, andere ganz ruhig und im Alltagsoutfit“, erzählt Pfarrer Kühlewein-Roloff. „Manche wollten den Segen ihrer Ehe nach Jahren noch einmal auffrischen, für andere war es die erste Hochzeit – oft ganz intim und persönlich. Genau das macht diesen Tag so besonders.“
So entstand eine persönliche Trauung ohne monatelangen Organisationsstress. Denn vieles war bereits vorbereitet: die Dekoration, die Musik, die Pfarrperson – selbst Blumenstrauß und Fotograf wurden von Seiten der Evangelischen Kirche gestellt. Liebevoll, unkompliziert, herzlich.
Die Rückmeldungen zeigen, wie gut dieses Format tut. Viele Paare erzählten, wie entlastend es war, einfach da sein zu können – ohne Erwartungen, ohne Druck. Dafür mit ganz viel Herz.
„Einfach heiraten“ zeigt, wie Kirche heute sein kann: offen, nah und mitten im Leben. Und es macht Lust auf mehr.