Migration menschlich gestalten: Amtseinführung von Ursula Blanke-Kießling
- 07.07.2026 -
Der Evangelische Kirchenbezirk Ortenau hat eine neue Beauftragte für Flucht und Migration: Im Rahmen einer Andacht bei der Ortenau-Synode am 3. Juli 2026 wurde Ursula Blanke-Kießling offiziell in ihr Amt eingeführt. Die promovierte Juristin und Pädagogin folgt auf Gabriella Balassa. Angesiedelt ist die Teilzeitstelle bei der Evangelischen Erwachsenenbildung Ortenau unter der Leitung von Claudia Roloff.
eeb-Leitung Claudia Roloff, Ursula Blanke-Kießling und Schuldekan Jan Mathis nach der Einführung der Bezirksbeauftragten für Flucht und Migration
In ihrer Antrittsrede betonte Ursula Blanke-Kießling, dass Migration ein grundlegendes Menschheitsthema ist, das Menschen seit biblischen Zeiten begleitet. Migration gelinge jedoch nur gemeinsam – durch die Zugewanderten ebenso wiedurchdieAufnahmegesellschaft.AlsneueBeauftragtefürFluchtundMigrationdesEvangelischenKirchenbezirksOrtenaumöchtesiedazubeitragen,dassIntegrationgelingtundgesellschaftlicherZusammenhaltgestärktwird.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Unterstützung von Ehrenamtlichen,diegeflüchteteundzugewanderteMenschenbegleiten.DurchregelmäßigeAustauschtreffenundpersönlicheBeratungmöchtesiedieoftherausforderndeArbeitderHelferkreisestärken.
Als Juristin mit Schwerpunkt Verfassungsrecht setzt sie sich für die Wahrung rechtsstaatlicher Prinzipien und der im Grundgesetz verankerten Werte ein. DazugehörtfürsieauchderDialogmitPolitik,VerwaltungundBehörden,umdiekirchlichePerspektiveunddaschristlicheMenschenbildinFragenvonFluchtundMigrationeinzubringen.
Besonders am Herzen liegt ihr die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Als Pädagogin und Lehrkraft für Deutsch als Zweitsprache möchte sie junge Menschendabeiunterstützen,sichmitFragenvonMigration,VielfaltundZusammenlebenauseinanderzusetzen.GeplantsindUnterrichtsmodule,WorkshopsundweitereBildungsangebotefürSchulen,KonfirmandengruppenunddiekirchlicheJugendarbeit.
Zum Abschluss dankte Blanke-Kießling den Verantwortlichen der Evangelischen Erwachsenenbildung Ortenau und des Kirchenbezirks Ortenau für das entgegengebrachte Vertrauen. Sie möchte ihre Erfahrungen und Kompetenzen dafür einsetzen, dass Migration menschlichgestaltetunddiegesellschaftlichenHerausforderungengemeinsambewältigtwerdenkönnen.