„So klingt Heimat“: Glockenhock feiert Ankunft der Dogerner Glocken in Eckartsweier
- 08.07.2026 -
Ein besonderer Tag für die evangelische Kirchengemeinde Eckartsweier: Am Samstag, 4. Juli 2026, trafen die Glocken aus Dogern in ihrer neuen Heimat ein.
Der historische Glockeneinzug begann um 15 Uhr und wurde festlich begleitet von Pfarrerin Britta Gerstenlauer, dem Musikverein Eckartsweier sowie der Hanauer Tanzgruppe Eckartsweier in historischer Tracht. Die Ankunft der Glocken wurde von vielen Interessierten mit großer Freude verfolgt. Das Projekt steht unter dem Motto „So klingt Heimat“, das die Bedeutung der Glocken für Gemeinschaft, Tradition und Identität in den Mittelpunkt stellt.
Das Geläut besteht aus drei Glocken mit eigener Widmung und Symbolik. Die größte Glocke ist die Christusglocke mit einem Gewicht von 628 Kilogramm. Sie trägt die biblische Inschrift „Dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebendige Herr werde“ (Römer 14,9) und ist mit dem Symbol des Kreuzes versehen.
Die mittlere Glocke, die Betglocke, wiegt 293 Kilogramm. Ihre Widmung lautet „Wachet und betet“ (Matthäus 26,41). Als Symbol trägt sie eine Öllampe, die an Wachsamkeit und Gebet erinnert.
Die kleinste Glocke ist die Taufglocke mit einem Gewicht von 222 Kilogramm. Auf ihr steht der Bibelvers „Ziehet an den Herrn Jesus Christus“ (Römer 13,14). Ihr Symbol ist die Taube als Zeichen des Heiligen Geistes und der Taufe.
Die Glocken aus Dogern sollen künftig wieder den Alltag in Eckartsweier begleiten – Menschen zum Gottesdienst rufen, Feste begleiten und in Zeiten der Trauer Trost spenden. Mit ihrem harmonischen, seltenen Dur-Geläut bringen sie nicht nur Klang, sondern auch ein Stück Geschichte in die Gemeinde.
Ein weiterer Meilenstein folgt am Sonntag, 30. August, um 10 Uhr: Dann erklingen die Glocken erstmals im Rahmen des Gottesdienstes und werden offiziell in das Gemeindeleben aufgenommen.