Evangelischer Kirchenbezirk Ortenau blickt nach vorn

- 04.09.2026 - 

Ortenausynode setzt auf Zusammenarbeit und neue Perspektiven

„Gemeinsam ist besser als einsam“: Unter diesem Leitgedanken hat die Ortenausynode über die Zukunft des Kirchenbezirks beraten. Beschlossen wurden wichtige Schritte für Kirche und Diakonie in der Ortenau.

Mit dem Ende der Sommerferien nimmt auch die Arbeit im Evangelischen Kirchenbezirk Ortenau wieder Fahrt auf. Die Beschlüsse der Ortenausynode vom Juli zeigen, wie Kirche den Herausforderungen der kommenden Jahre begegnen will: mit klaren Entscheidungen, neuen Perspektiven und dem festen Willen, das kirchliche und gesellschaftliche Leben in der Region aktiv mitzugestalten.
 
Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Zukunft kirchlicher Arbeit, die finanzielle Entwicklung des Kirchenbezirks sowie die Bedeutung diakonischen Engagements.
 
Synodenvorsitzender Jürgen Hammel begrüßte mehr als 100 Synodale und zahlreiche Gäste aus Kirche und Diakonie. Dabei wurde die enge Verbindung von Verkündigung, Gemeinschaft und diakonischem Handeln besonders hervorgehoben.
 
Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Wahl des Diakoniepfarrers. Die Synode bestätigte Pfarrer Andreas Bordne mit großer Mehrheit in seinem Amt. Zudem wurden die Mitglieder der Verbandsversammlung des Diakonischen Werks entsandt und deren Bereitschaft gewürdigt, Verantwortung für die Weiterentwicklung der diakonischen Arbeit in der Region zu übernehmen.
 
Wiederberufen wurde außerdem Pfarrer Igor Lindner für die Gefängnisseelsorge. In seinem Bericht machte er deutlich, wie wichtig Gespräche, Gottesdienste und persönliche Begleitung für Menschen im Strafvollzug sind.
 
Intensiv diskutiert wurden auch die finanziellen Rahmenbedingungen der kommenden Jahre. Trotz sinkender Kirchenmitgliederzahlen und rückläufiger Kirchensteuereinnahmen verabschiedete die Synode die Haushalte für 2026 und 2027. Schwerpunkte bleiben Investitionen in Jugendarbeit, Kirchenmusik, Bildungsarbeit, Familienarbeit und Öffentlichkeitsarbeit. Ziel ist es, Menschen auch außerhalb klassischer kirchlicher Angebote anzusprechen und über Themen wie Taufe, Konfirmation, Trauung, Bestattung und diakonisches Engagement zu informieren.
 
Zum Abschluss stand ein Gedanke im Mittelpunkt: „Gemeinsam ist besser als einsam.“
Unter diesem Leitmotiv will der Kirchenbezirk Ortenau die begonnenen Zukunftsgespräche im Herbst fortsetzen und der Frage nachgehen, wie Kirche auch in Zeiten des Wandels nah bei den Menschen bleiben und Hoffnung vermitteln kann.
 
„Die Sommerpause hat Gelegenheit gegeben, Kraft zu schöpfen und neue Perspektiven zu gewinnen. Nun starten wir mit Zuversicht in den Herbst und wollen die Zukunft unseres Kirchenbezirks gemeinsam gestalten“, betonen die Dekane Oliver Wehrstein und Rainer Becker.