Info für die Gemeinden

Mit der Initiative des evangelischen Kirchenbezirks Ortenau FamilyLight – lieben.lachen.leuchten bieten wir ein Konzept an, das nicht nur Angebote macht, sondern durch Besuche zu Hause auf die Familien zugeht. Hier sollen nach und nach alle (evangelischen) Familien mit Kindern von 0-3 Jahren besucht werden – beginnend mit den Kleinsten. 

Gleichzeitig werden (neue) Eltern-Kind-Gruppen angeboten. Damit hier längerfristige und verlässliche Beziehungen wachsen können, werden Familienbegleiter:innen in den Kirchengemeinden vor Ort angestellt (4 – 8 Std./Woche). Sie besuchen die Familien, leiten die Eltern-Kind-Gruppe und bauen gemeinsam mit den Familien ein Netzwerk auf.
Wir sind davon überzeugt, dass durch die Pflege von Kontakten, durch den Aufbau persönlicher Beziehungen und durch positive Erfahrungen in einer Gemeinschaft Bindung und Identifikation entsteht (auch über die Kirchengemeinde hinaus). 

Den Familienbegleiter:innen stehen erfahrene Diakon:innen aus dem Kooperationsraum oder Kirchenbezirk als Familiencoaches zur Seite. Schulungen und ein regelmäßiger Austausch untereinander erleichtern den Start und sichern langfristig die Qualität der Arbeit. Dadurch, dass zahlreiche Gemeinden im evangelischen Kirchenbezirk mitmachen, können neben Austausch und Schulungen auch gemeinsame Aktivitäten entstehen. Im Größeren ist das möglich, was jede Gemeinde alleine nicht schafft. 
 

Alle Familienbegleiter:innen, die im Rahmen von FamilyLight tätig sind, werden angestellt nach TVöD Entgeltgruppe (EG) 7. Voraussetzung für diese Eingruppierung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung. Eine Anstellung ist nur in Verbindung mit einem zugeordneten Familiencoach möglich. Familiencoaches können Diakon:innen oder Pfarrpersonen sein. Dieser Rahmen wurde zusammen mit der Badischen Landeskirche gesteckt und definiert. Der Stundenumfang der Familienbegleiter:innen richtet sich nach der Größe der Kirchengemeinde und beträgt zwischen 4 und 8 Wochenstunden. Die Zuordnung zur Entgeltgruppe 7 ist für alle Familienbegleiter:innen gleich. Abweichungen davon, d.h. die Eingruppierung in eine andere Entgeltgruppe, ist nicht möglich. Die Stufe innerhalb der Entgeltgruppe 7 ist individuell.
 

Die Familienbegleiter:innen leiten eine wöchentliche Krabbelgruppe oder Eltern-Kind-Gruppe. Dieses offene und niederschwellige Angebot ist offen für alle interessierten Eltern (oder Großeltern) mit ihren Jüngsten – mit oder ohne Konfession.
Neben der wöchentlichen Gruppe besucht die Familienbegleiter:in Familien mit Neugeborenen. Kontaktiert werden Familien, in denen mindestens ein Elternteil evangelisch ist. Auch der 1. Geburtstag oder der 1. Tauftag kann ein Anlass für einen Besuch sein. Kapazitäten für weitere Besuche (bei 2- oder 3-jährigen Kindern) sind in den Anfängen (wenn überhaupt) nur in größeren Gemeinden mit einem größeren Stundenumfang möglich bzw. mit unseren FamilyLight-Angeboten „wachsen wir erst in Richtung dieser Altersgruppe“.
 

Anstellungsträger ist die Kirchengemeinde. Ihr obliegt damit die Dienstaufsicht. Der Kirchengemeinderat bzw. der- oder diejenige Person im Vorsitzendenamt ist dafür verantwortlich. 
Die Steuerungsgruppe FamilyLight begleitet die Arbeit von Seiten des Kirchenbezirks fachlich. Den für den Kooperationsraum zuständigen Familiencoaches obliegt die Fachaufsicht. Der „Service des Bezirks für die Kirchengemeinden vor Ort“ ist unter dem Punkt beschrieben. Näheres zum Thema „Schulung und Coaching für die Familienbegleiter:innen“ unter der genannten Überschrift. 
 

Die Kirchengemeinde bereitet die Stellenausschreibung vor – ein Muster steht zur Verfügung. Ein Kennenlernen zwischen bewerbender Person und dem Kirchengemeinderat findet statt. Auch die Familiencoaches lernen die bewerbende Person kennen. In bereits bestehenden Glühwürmchen-Gruppen kann hospitiert werden. Eine Einstellung ist nur mit einem positiven Votum des Familiencoaches möglich. 
Der Kirchengemeinderat fasst einen Beschluss zur Besetzung der Stelle mit der bewerbenden Person und weist das VSA an, den Vertrag auszustellen (Muster eines Vertrags liegt vor). Die Bewerbungsunterlagen und KGR-Beschlüsse sind an das VSA weiterzuleiten. Der Arbeitsvertrag wird erstellt, alle die Anstellung betreffenden Fragen werden durch die Personalabteilung des VSA geklärt. 
Die Familienbegleiter:innen werden bald nach Dienstbeginn in einem Gottesdienst eingeführt, der Gemeinde vorgestellt und für ihre Aufgabe gesegnet. 
 

Eine Anstellung von Familienbegleiter:innen ist nur in Verbindung mit einem erfahrenen Familiencoach (Diakon:in, Pfarrer:in) möglich. Die Familiencoaches sind in der Region den einzelnen Kooperationsräumen zugeordnet und verantworten dort die Arbeit mit jungen Familien: die Coaches führen Fachaufsicht über die Familienbegleiter:innen in den einzelnen Gemeinden, beraten die Kirchengemeinderäte und Hauptamtlichen im Hinblick auf die Entwicklungen der Familienarbeit vor Ort und schaffen vernetzende Angebote im Raum.
Neben der Unterstützung der Gemeinden rund um die Einstellung schulen und begleiten die Familiencoaches die Familienbegleiter:innen in ihrer Arbeit (siehe „Schulung und Coaching“). 
 
Zuständigkeiten nach Kooperationsräumen: 
 
Kooperationsraum Hanauerland 
Kooperationsraum Acher-Rench 
Kirchengemeinde Offenburg 
 
 

Alle Familienbegleiter:innen bekommen eine kbz-Mailadresse und sind damit als Mitarbeiter:innen der Kirchengemeinde erreichbar. 
In gleicher Weise, wie die Kontakte vom Pfarramt und den Hauptamtlichen veröffentlicht werden, sollte auch die Kontaktmöglichkeit zu den Familienbegleiter:innen kommuniziert und veröffentlicht werden (Gemeindebrief, Nachrichtenblatt, Webseite). 
Seit Sommer 2026 gibt es bei der Gemeinde-App Churchpool ein eigenes Profil "FamilyLight Ortenau". Hierüber ist ein datenschutzkonformer Info-Versand und eine Chat-Funktion für FamilyLight möglich und wird von allen genutzt. Neben der Nutzung und Organisation der einzelnen Gruppen ist darin die Vernetzung zum gesamten FamilyLight Ortenau Netzwerk mit Infos und Veranstaltung möglich. 
Auf der Webseite des Evangelischen Kirchenbezirks Ortenau führen wir die unterschiedlichen Glühwürmchen-Gruppen in den einzelnen Orten in einer Übersicht zusammen: FamilyLight

Von Seiten des Kirchenbezirks bereitgestellt wird auch der Glühwürmchen-Image-Film. Dieser darf gerne geteilt, verlinkt, weitergegeben und gerne auch auf den Webseiten der Kirchengemeinden eingebunden werden:
 
Imagefilm FamilyLight - lieben.lachen.leuchten
 

Im bezirklichen Netzwerk gewährleistet die Steuerungsgruppe von FamilyLight, deren Teil alle Familiencoaches sind, die Schulung und Befähigung der Familien-begleiter:innen für ihre Aufgaben: neben Leitfäden und Materialsammlungen, persönlichen (Reflexions-) Gesprächen und Hilfestellungen, finden übers Jahr verteilt mehrere, verpflichtende Coaching-Treffen (auch Alle-Achtung) für die Familienbegleiter:innen statt (Präsenz und online). Durch diese enge Begleitung kann eine Qualifizierung für eine Arbeit von hoher Qualität sichergestellt werden. Der Austausch von Erfahrungen und gegenseitigem Lernen aus vielen Gemeinden ermöglicht eine erfolgreiche Arbeit im Gesamten und ein Wachsen in der Fläche des Kirchenbezirks.
 

  • Unterstützung bei der Suche von Familienbegleiter:innen: Stellenanzeige und Ausschreibungstext liegen als Muster vor
  • Einstellungsgespräch der Familienbegleiter:in mit dem zuständigen Familiencoach, Muster-Arbeitsvertrag liegt vor
  • Schulung und Coaching der Familienbegleiter:innen durch die zuständigen Familiencoaches im Blick auf die Besuche und im Blick auf die Leitung der Gruppe (Leitfäden, Materialsammlung, individuelle Begleitung, Schulungs- und Coaching-Module zu wichtigen Themen, Austausch mit anderen Familienbegleiter:innen, Unterstützung bei der Werbung, Alle-Achtung-Schulung)
  • Mithilfe beim Aufbau von Fundraising
  • Beratung hinsichtlich der Weiterentwicklung der Familienarbeit vor Ort
  • Unterstützung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit (z.B. App) 
 

Die Anzahl der Wochenstunden einer Familienbegleiter:in orientiert sich an der Größe/Gemeindegliederzahl einer Kirchengemeinde. Bei einer kleinen Gemeinde kann eine Familienbegleiter:in zunächst mit 4 Wochenstunden eingestellt werden, bei größeren Gemeinden können das 6 oder auch 8 Wochenstunden sein.
Wichtig ist: „Erfolg hat seinen Preis“. Wenn eine Gemeinde in den Aufbau dieser Arbeit investiert, wird nach und nach das Beziehungsnetzwerk größer, die Gruppe wächst, i.d.R. entstehen Bedarfe nach Anschlussangeboten und notwendigen Kapazitäten, um mit den Familien weiter in Kontakt zu bleiben, auch Familien mit schon etwas älteren Kindern besuchen zu können. Häufig begrenzen auch recht kleine Gruppenräume die Teilnehmendenzahl. Wo eine Gemeinde diesen Weg weitergehen will, ist es unerlässlich, durch Fundraising-Aktivitäten die Stelle mittel- und längerfristig abzusichern bzw. auch eine Erhöhung der Stundenzahl für die Familienbegleiter:in zu ermöglichen.