
Fast täglich geschieht es: Unfälle, Brände, erfolglose Reanimationen, Suizide oder der unerwartete und plötzliche Tod eines Menschen verändert das Leben von Betroffenen und Angehörigen. Nichts scheint mehr so zu sein, wie es noch vor Sekunden war. Das Leben verändert sich schlagartig und unwiderruflich. Der Tod tritt dabei meist als unbegreifliche Realität in das Leben von einzelnen Menschen und ganzen Familien. Was kann jetzt noch Halt und Hoffnung geben? Oft stellt sich dabei noch in der Akutphase die Frage nach der Zukunft und nach den nächsten möglichen Schritten. Oft gilt es dabei Abschied zu nehmen.
Die kirchliche Notfallseelsorge im Ortenaukreis arbeitet dabei eng mit dem Betreuungsdienst des DRK-Kreisverbandes zusammen. Mit ihm bildet sie einen Teil der mittlerweile gesetzlich geregelten PSNV (psychosoziale Notfallversorgung) des Landes und des Landkreises. Nur so können anstehende Aufgaben und Einsätze geleistet werden. Nur so kann auch in einer Großschadenslage eine Versorgung gewährleistet werden.
Sämtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Notfallseelsorge verfügen über eine seelsorgerliche Ausbildung nach heutigen Standards, eine qualifizierte Zusatzausbildung und über eine eine meist langjährige Berufs- und Einsatzerfahrung. Ob sie dabei immer - wie so gerne nachgesagt - "Trost spenden können" bleibt fraglich. Aber sie können begleiten, halten Fragen und Klagen aus und können helfen, gemeinsam mit den Betroffenen Antworten zu finden. Ihre größte Motivation dabei: Menschliche Nähe vermitteln; wenn es sein soll, auch an Einsatzstellen. Um so zu vermitteln: Gott ist gerade diesen Betroffenen nahe.
Autor: Roland Deusch, Diakon, Ansprechpartner für die kirchliche NFS im Ortenaukreis



