Weitere seelsorgerliche Dienste

 

"...und ihr seid zu mir gekommen."
Gefangene zu besuchen gehört zum biblisch begründeten Auftrag der Kirche.
In der Bibel (Matthäus 25 Vers 36) heißt es: "Ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen." Gefängnisseelsorger sind Ansprechpartner für die Inhaftierten, aber auch für deren Angehörige und für Bedienstete in den Haftanstalten.
 
Ansprechperson für die Seelsorge im Gefängnis
Pfarrer Igor Lindner
 
Evangelische Seelsorge in der JVA Offenburg
Otto-Lilienthal-Str.1
77656 Offenburg
 
Telefon: 0781/ 96930 -5501
Email: igor.lindner@jvaoffenburg.justiz.bwl.de
 

Verkündigung, Gemeinschaft, Teilhabe
Im Landkreis Ortenau mit seinen ca. 417000 Einwohner leben statistisch gesehen ca. 417 gehörlose Menschen (zum Teil gebärdensprachlich orientiert) mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 100 Prozent.
ca. 710 Geburtsschwerhörige und an Taubheit grenzend Schwerhörige (zu einem kleinen Teil gebärdensprachlich orientiert, zu einem größeren Teil lautsprachlich) mit einem GdB über 70 Prozent.  
Ein Teil dieser Menschen ist in Vereinen organisiert (Gehörlosenverein „Hornisgrinde“ Achern e.V., Gehörlosenverein Lahr e.V., Gehörlosenverein „Ortenau“, Offenburg e.V.) und sie gehören zu den zwei christlichen Gehörlosengemeinden der Erzdiözese und der Landeskirche. Beide Gemeinden arbeiten seit Jahrzehnten ökumenisch offen.
Die evangelische Gehörlosengemeinde Offenburg besteht seit den 1960ger Jahren.   
 
Aktuelle Arbeitsschwerpunkte und Herausforderungen:
Die evangelische Offenburger Gehörlosen-Gemeinde lädt einmal monatlich zu einem „Gemeindetag“ mit Gottesdienst, gemeinsamen Mittagessen und Gemeindenachmittag. Dieser Gemeindenachmittag dient mal der Erwachsenenbildung für Gehörlose (z.B. Vorträge in Gebärdensprache, Seniorengymnastik) mal dem geselligen Beisammensein. Die Treffen dauern in der Regel etwa 5 Stunden. Diese Art der Gemeindearbeit hat sich aus der großen Fläche des Einzugbereichs ergeben: die Menschen reisen zum Teil aus der ganzen Region und aus dem angrenzenden mittleren Schwarzwald an. Einige wenige aus dem Elsass oder aus den nördlichen Teilen des Emmendinger Kirchenbezirks.
Kasualien (Taufen, Trauungen und Beerdigungen) werden begleitet oder selbst gestaltet. Regelmäßig werden Basteltreffs mit gehörlosen Frauen gehalten. Mindestens einmal im Jahr macht die Gemeinde einen Busausflug, der im guten Sinne „inklusiv“ zu nennen ist: es reisen immer Gehörlose, Schwerhörige und problemlos Hörende mit und man genießt die gemeinsame Unternehmung. Seelsorge in einer angemessenen Kommunikation geschieht auf Wunsch Ratsuchender oder bei Besuchen kranker, hochbetagter oder einsamer gehörloser Männer und Frauen.
Autorin: Liselotte Michael
 
Bezirksbeauftragte für die Gehörlosenseelsorge
Liselotte Michael
 
lilomichael@arcor.de
Telefon: 07824 / 4016
Telefax: 07824 / 3862
 

Die Seele baumeln lassen
 "So eröffnet der Urlaub vielen Menschen, die nicht (mehr) in der Kirche sind, die Gelegenheit für eine neue Begegnung mit Kirche. Der Urlaub ist der Ort, Neues auszuprobieren und sich berühren zu lassen, auch in den Tiefenschichten der Seele. Die Zeit des Urlaubs bietet die Möglichkeit zum Innehalten, zum `Seele baumeln lassen´, Durchatmen und Nachdenken. Vergangenes kann bedacht werden, Gegenwärtiges wird gelebt und genossen. Zukünftiges wird geplant und neue Horizonte gelangen in den Blick. Damit kann der Urlaub zur Gelegenheit lebensgeschichtlicher Sinnarbeit und Anlass für einen Gottesdienstbesuch werden."
(aus: Fern der Heimat: Kirche - Urlaubs-Seelsorge im Wandel EKD-Text 82)
 
Beauftragter der Region Kehl für Natur und Tourismus
 
Andreas Moll
Pfarrer
andreas.moll@kbz.ekiba.de
Telefon: 07843 / 344
 
Hauptstr. 9
77871 Renchen
 

Mensch Polizist*in - Kirchlicher Dienst in der Polizei
Polizisten - Männer und Frauen - sind nicht immer, aber oft als Erste vor Ort, wenn das Leben aus den Fugen geraten ist. Sie werden mit Tod, Gewalt, mit ihnen fremden Milieus und Psychen konfrontiert. Sie sind oft - in aller Nüchternheit polizeilichen Tuns - Beistand in den ersten, schweren Momenten. Sie sind es, die Todesnachrichten überbringen müssen. Davor haben auch erfahrene Beamten großen Respekt.
Die Arbeit in diesen Feldern gesellschaftlichen Lebens führt die Beamt*innen immer wieder an die Grenzen dessen, was ausgehalten werden kann - oder auch darüber hinaus.
Darum versuchen Menschen aus den Kirchen, Polizist*innen zu begleiten, eben für sie selbst in angemessener Weise Beistand zu sein. Theolog*innen erteilen in Baden-Württemberg auch den Ethik-Unterricht in der Polizei.
Das Christus-Gemäße der Seelsorge in der Polizei ist vielleicht gerade das, dass Christus keine Angst vor Berührungen hatte und nichts voraussetzte, was zur Bewältigung einer Situation führte, sondern einfach „da“ war, wenn Leben aus den Fugen geraten ist.
Autor: Pfarrer Michael Geiger, ehemaliger Bezirksbeauftragter
 
Beauftragter der Region Lahr für die Polizeiseelsorge
 
Pfarrer Raimund Fiehn

raimund.fiehn@kbz.ekiba.de
Mobil: 0152 04880583
Telefon: 07821 / 985926
Beauftragter der Region Lahr für die Polizeiseelsorge
 
Martin-Luther-Str. 5
77933 Lahr